Joachim Schü

Als geschäftsführender Gesellschafter steht Dr. Joachim Schü seit der Gründung 2001 an der Spitze der Consileon Business Consultancy. Er verantwortet die Weiterentwicklung und Internationalisierung des Beratungshauses, engagiert sich aber auch stark im operativen Geschäft. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Ausrichtung der IT des Klienten an dessen Unternehmensstrategie. Schü hat an der Universität Karlsruhe und in den USA Informatik studiert und in Karlsruhe summa cum laude promoviert. Von 1996 bis 1999 war er in der deutschen Niederlassung einer amerikanischen Consultingfirma als Strategieberater tätig, danach bis 2001 bei einem börsennotierten Systemintegrator als Führungskraft.

Weitere Informationen:
www.consileon.de

 

Eine Investition in die Zukunft

Mit dem Interesse an Fragen der Nachhaltigkeit steigen die Ansprüche der Gesellschaft an das Handeln der Unternehmen. Der Firmenwert wird nicht mehr allein am Betriebsergebnis gemessen, sondern auch an den ökonomischen, ökologischen und sozialen Langzeiteffekten des Geschäftsmodells sowie am Risikomanagement. Im Zuge der jüngsten Weltfinanz- und Wirtschaftskrise ist das Thema auch im Finanzsektor angekommen.

Die Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten, die seit 2007 zunehmend die Realwirtschaft belasten, zwangen die Gesetzgeber zur Verschärfung der Bilanzregeln, Berichts- und Meldepflichten. Überdies müssen Finanz- wie Realunternehmen auf Änderungen der Nachfrage reagieren, die ihre Geschäftsmodelle, ihre Finanzierung und ihre Ertragslage in Frage stellen. Hinzu kommen strengere Kriterien der Ratingagenturen, eine kritischere Haltung interner und externer Stakeholder sowie die Erkenntnis, dass sich der Geschäftserfolg mit dem klassischen betriebswirtschaftlichen Instrumentarium nicht mehr sichern lässt.

Konsequent nachhaltig

Gegen solche Nachhaltigkeitsrisiken, deren Vielfalt und Tragweite infolge der Globalisierung zunimmt, müssen sich Unternehmen systematisch wappnen. Dabei gilt es namentlich ökologische und soziale Aspekte richtig einzuschätzen und zu priorisieren. Neben der eigenen Planungs- und Investitionssicherheit verbessern Unternehmen damit ihr Standing am Kapitalmarkt.

So gewinnt Nachhaltigkeit auch für den Finanzvorstand oder kaufmännischen Leiter an Bedeutung. Er verfügt über die nötige Prozesskenntnis und die Hebel zur Planung, Umsetzung und Kontrolle der Unternehmensstrategie. Voraussetzung ist, dass er sich seiner Rolle bei der nachhaltigen Unternehmensführung bewusst ist. So muss er die positive Wirkung nachhaltigen Handelns auf Geschäftsergebnis, Börsenkurs und Shareholder-Value nicht nur erkennen, sondern auch anderen vermitteln.

Die wichtigsten Währungen heißen hier Vertrauen und Transparenz, ergänzt um eine effektive Aufsicht. Gemeinsam stärken sie die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertkette und ergeben so einen dreifachen Gewinn: ökonomisch, ökologisch, sozial.

In diesem Sinne kann sich auch die Erfolgsbilanz der Consileon sehen lassen. Seit der Gründung steht bei uns der Mensch im Vordergrund. Aus dem Respekt, den wir jedem Menschen innerhalb wie außerhalb des Unternehmens unabhängig von Hautfarbe, Ausbildung und Geschlecht entgegenbringen, resultiert eine Firmenkultur, die eine Zusammenarbeit zwischen Strategie- und IT-Beratern auf Augenhöhe ermöglicht. Darüber hinaus liegt uns am Herzen, als Unternehmer Geld in vernünftige Bahnen zu lenken. Denn erst dadurch erhält der Gewinn seine Legitimität.

Eine gute Unternehmensstrategie ist per definitionem nachhaltig. Strategien sind langfristige Pläne. Wenn man es nicht gerade darauf anlegt, verbrannte Erde zu hinterlassen, muss die Strategie im konstruktiven Sinne nachhaltig sein. Lange bevor Nachhaltigkeit zum Schlagwort wurde, haben vor allem mittelständische, inhabergeführte Firmen solche Strategien verfolgt. Erst mit der Fixierung auf den Shareholder-Value wurde unternehmerisches Handeln kurzatmig und insofern weniger strategisch.

Durch Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit und den Aufbau von Kompetenzen zu deren Verbesserung schärfen Unternehmen zugleich ihren Blick für globale Trends, auf die sie sich einstellen müssen. Wer dies vernachlässigt, riskiert nicht nur Marktanteile. Auch im Werben um die besten Mitarbeiter und externen Partner werden Firmen, deren Kerngeschäft als wenig nachhaltig gilt, das Nachsehen haben.

Nachhaltige Geschäftsmodelle sind folglich eine Investition in die Zukunft. Sie helfen, den Unternehmenswert dauerhaft zu steigern – in einem Umfeld, in dem die alten Wachstumspfade an ihre Grenzen stoßen.